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Contrapunkt-Details:
Audio-Archiv
2002
Audio-Archiv
2003
Moderation:
Theo Geißler
Manfred Wagenbreth
Frank Kämpfer
Redaktion:
Wolf Loeckle
Produktionsdramaturgie und Regie:
Barbara
Lieberwirth
Martin Hufner
Werner
Bleisteiner
Veranstaltungsorte:
Bayerischer
Bahnhof, Leipzig
Goethe-Forum,
München
Empfang:
BR-Klassik (UKW,
ADR)
MDR KULTUR (UKW,
ADR)
Internet (Streaming)
In Kooperation mit:
Goethe-Forum
München,
Bayerischer
Bahnhof in Leipzig,
neue musikzeitung
Regensburg,
TRIANGEL
. Das Radio zum Lesen
BMW
Group
Webbetreuung:
Martin Hufner
ConBrio
Verlagsgesellschaft
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| ++ contrapunkt ++ westöstlicher dialog
Jahrgang 2003. Alle Sendungen des Jahres 2003.
Schnell und etwas detaillierter.
| #
10 Musiksponsoring: Marktkultur ./. Plankultur |
| # 11
Musikkabarett: Heimlich ./. Unheimlich |
| #
12 Frauenmusik: Herd ./. Pult |
| # 13
68er-Musik: Einmarsch ./. Sit-In |
| #
14 Popmusik: Revolte ./. Mode |
| # 15 Weimarer Dreieck:
Kraftfeld ./. Achse |
# 16
Russland-Deutschland: Klischee ./. Wahrheit |
| # 17 Kirchenmusik:
Andacht ./. Ohnmacht |
# 18
Regionales Musiktheater: Sparzwang ./. Kulturauftrag |
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| Archiv |
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Musiksponsoring:
Marktkultur ./. Plankultur
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21.01.2003 Bayerischer Bahnhof Leipzig
Wie man es auch dreht, meistens fehlt eines von beidem:
Der westlichen Marktkultur fehlte es an visionären und
langfristigen „Plänen“ und der östlichen
Plankultur fehlte es häufig an „Kultur“. Kultur,
wie auch immer, erscheint kaum mehr als eine in der Gesellschaft
verankerte Form menschlicher Selbstbestimmung. Kultureller Dirigismus
von oben oder mehr oder weniger fadenscheiniges Engagement privatwirtschaftlicher
Unternehmer führen, wie man deutlich spürt, zur Isolierung
kultureller Prozesse. 1989 schien einmal ein anderer Weg offen.
Kultur von unten ist heute jedoch offenbar ganz unten. Musikkultur
von Staats wegen oder des Geldes halber? Wie abhängig darf
sich die Musikkultur von Konjunkturzyklen und Vierjahresregierungen
machen lassen? Heißt die Zukunft Puccini powered by T-Mobile?
Über diese und andere Fragen diskutieren im Bayerischen
Bahnhof Leipzig die Kulturmanager Ulf Werner und Hartmut
Haenchen sowie die Kulturkommunikatoren Christiane Zentgraf
(Bayerische Motoren Werke – BMW Group) und Frank Siegmund
(Köstritzer Schwarzbier) zusammen mit den Moderatoren Theo
Geißler (BR)
und Manfred Wagenbreth (MDR) .
Live-Musikkultur gibt es von „Tripol“ .
(Mehr über die Sendung, Real-Audio-Archiv
und Fotos)
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| Musikkabarett:
Heimlich ./. Unheimlich
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18.02.2003 Goethe-Forum München
Musik ist für die Politik sowieso schon unheimlich.
Ganz schwierig wird es jedoch, wenn sich Musik mit dem Kabarett
paart. Musik- und Wortwitz schlagen manchmal derartig unvorhersehbare
Haken, erwecken Assoziationen, die man so oder so nehmen oder
hören kann: War dies ein Scherz oder ist es doch Kritik.
Im geteilten Deutschland waren die Funktionen und Auswirkungen
des Musikkabaretts, ja nach politischem Leitstern verschieden.
Verbieten, ignorieren, drüber lachen oder ist das alles
sowieso nur musikalischer Fasching – was tun?
Darüber diskutieren im Goethe-Forum München die
(Musik)-Kabarettisten Popette Betancor (West) und Dieter
Beckert/Peter Till (Ost) zusammen mit den Moderatoren Theo
Geißler (BR)
und Manfred Wagenbreth (MDR) .
Und für Musik sorgen die Kabarettisten.
(Mehr über die Sendung, Real-Audio-Archiv
und Fotos)
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Frauenmusik:
Herd ./. Pult
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18.03.2003 Bayerischer Bahnhof Leipzig
Die Emanzipation der Frau in Ost uns West scheint in allen
künstlerischen Bereichen abgeschlossen, die Gleichberechtigung
vollzogen. Trotzdem existieren Vorurteile, deren Ursachen bis
ins Mittelalter zurückreichen. Vorurteile prägen eine
Rollenverteilung in allen gesellschaftlichen Systemen. Besonders
in der Musik gab und gibt es immer wieder Phasen zwischen Anerkennung
und Verleumdung weiblicher Kreativität.
Gibt es „weibliche" oder „männliche"
Musik? Sind Frauen trotz formaler Gleichberechtigung und künstlerischer
Qualifikation unterrepräsentiert? Warum gibt noch es den
Begriff „Frauenquote", der doch nur als Entschuldigung
dafür dient, dass Frauen nicht mehr Chancen eingeräumt
werden. Und birgt die Frauenquote nicht auch die Gefahr in sich,
dass jemand auf eine Stelle rutscht, für die er (oder sie?)
nicht unbedingt qualifiziert ist?
Diesen Unstimmigkeiten wollen die Komponistinnen Annette
Schlünz (Ost) und Babette Koblenz (West) sowie
die Managerinnen Daniela Goldmann und Ann-Elisabeth
Wolff in der Schalterhalle des Bayerischen Bahnhofes auf
den Grund gehen. Ihnen zur Seite stehen die Moderatoren Theo
Geißler (BR)
und Manfred Wagenbreth (MDR) .
(Mehr über die Sendung)
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| 68er-Musik:
Einmarsch ./. Sit-In |
15.04.2003 Goethe-Forum München
1968 war nicht nur ein Höhepunkt der Studentenbewegung
sondern auch der Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in Prag.
In Ost und West suchte man nach einem Sozialismus mit menschlichem
Antlitz. Die einen saßen es aus, andere sahen zu und wieder
andere machten Aktion. Das gespaltene Deutschland hat mit den
Daten 1953 (Aufstand in Berlin), 1956 (Ungarn-Aufstand) verschiedene
Erfahrungen gemacht.
Hat sich 1989 das Verhalten von Machern und Aussitzern wiederholt
und die Linke ins Büßerhemd – wie Lothar Baier
es nannte – abdrängen lassen? Was wurde aus den musikalischen
Intellektuellen? Aufstand, Zustand, Querstand, nachholende Revolution
– was lässt sich aus der (musikalischen) Geschichte
lernen?
Über diese und andere Fragen diskutieren im Goethe-Forum
in München die Sängerin Barbara Thalheim und
der Komponisten Nicolaus A. Huber mit den Zeitkennern
Dorothee Wierling (Ost) und Uwe Wesel (West).
Moderatoren sind Theo Geißler (BR / neue musikzeitung)
und Manfred Wagenbreth (MDR). Für Musik sorgen Barbara
Thalheim und der französische Akkordeonist Jean Pacalet.
(Mehr über die Sendung)
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| Popmusik:
Revolte ./. Mode |
20.05.2003 Bayerischer Bahnhof Leipzig
Sex, Drugs and Rock'n' Roll: Popkultur ist global. Doch neben
dieser Weltkultur haben sich Gesellschaften immer eigene musikalische
Nischen eingerichtet. Ob und wie man über sieben Brücken
geht, das ist in Ost (Karat) oder West (Peter Maffay) durchaus
etwas anderes. Walter Ulbricht konnte am „Yeah, Yeah,
Yeah“ nichts finden und in der Adenauer-Ära sprach
sich das aufrechte Volk gegen „Negermusik“ aus.
Revolte, Aufbegehren und Subversion waren daher einmal ausdrückliche
Bestandteile der Popkultur, die von den Twens getragen wurde
und in Ost wie West gegen das Eingefahrene der bürgerlichen
Kälte anging. Nun ist auch diese Musik größtenteils
zur Mode assimiliert und dient damit immer mehr der gesellschaftlichen
Ein- und Zurichtung der Teens zu braven Konsumenten. Wen rockt
heute noch der Pop? Darüber und über anderes diskutieren
im Bayerischen Bahnhof zu Leipzig die Moderatoren Manfred
Wagenbreth (MDR) und Theo Geißler (BR) unter
anderem mit Udo Dahmen (Popakademie Baden Würrtemberg),
Rolf Stahlhofen (Frontmann Söhne Mannheims) und Kai
Niemann (Erfinder der Osthymne). (Mehr
über die Sendung)
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| Weimarer
Dreieck:
Kraftfeld ./. Achse |
17. Juni 2003 – 20.05 – 21.30 Uhr, Goethe-Forum
München
Am Ende des vergangenen Jahrhunderts, genau vor zwölf
Jahren, trafen die Außenminister Deutschlands, Frankreichs
und Polens in der schönen Stadt Weimar eine Verabredung.
Zu einer Zeit, als die Erweiterung der Europäischen Union
nicht mehr als eine politische Idee war, gründeten sie
das Weimarer Dreieck. Die drei Ländern wollten im europäischen
Vereinigungsprozess eine zentrale Rolle übernehmen. Wegweisend
wollten sie besonders in der Jugendbildung oder auf kulturellem
Gebiet zusammenarbeiten.
Was ist aus dieser Verabredung geworden? Ist aus dem gleichseitigen
Dreieck Warschau – Weimar – Paris etwa ein gleichschenkliges
geworden, kurz vor dem Beitritt Polens zur Europäischen
Union? Haben wir gelernt, uns besser zu verstehen; sind die
kulturellen Beziehungen enger geworden? Und kann Musik ein Indikator
im Prozess des Kennenlernens sein? Diesen Fragen stellen sich
die Moderatoren Theo Geißler (BR) und Manfred
Wagenbreth (MDR) gemeinsam mit der Chefin des Polnischen
Instituts Berlin, Joanna Kiliszek, dem Organisator des
Weimarer Kulturstadtjahres, Bernd Kaufmann, die Filmemacherin
Helma Sanders-Brahms und der
französischen Sängerin Corinne Douarre. Für
Live-Musik sorgen Corinne Douarre und ihre Band. (Mehr
über die Sendung)
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| Russland-Deutschland:
Klischee ./. Wahrheit |
23. Oktober 2003 – 20.05 – 21.30 Uhr, Goethe-Forum
München
„Kalinka“, Iwan Rebrows Lieder und Tschaikowskijs
„Schwanensee“ - ist das alles, was man in Deutschland
über die russische Musikkultur weiß? Natürlich
nicht. Aber diese Klischees sind es, die vielen zuerst in den
Sinn kommen. Umgekehrt ist es ebenso. Den Russen fallen nicht
Bach oder Beethoven ein, wenn sie an deutsche Musik denken,
sondern „Rosamunde“ und andere Soldatenlieder, begleitet
von Klängen der Mundharmonika.
Alle Russen trinken Wodka und werfen die Gläser an die
Wand - alle Deutschen tragen Lederhosen und essen Eisbein
mit Sauerkraut. Woher stammen die Klischees und wie entstehen
sie? Sind sie ein Zeichen von Vorurteilen oder ein Ausdruck
von Sympathie? Was bewirken Klischees in der Musik? Sind sie
schädlich für die Beziehungen oder bringen sie die
Menschen näher?
Über diese und andere Fragen diskutieren die Moderatoren
Theo Geißler und Frank Kämpfer mit der ARD-Auslandkorrespondentin
Anne Gellinek, dem russischen Pianisten Vassily Lobanov und
dem russischen Komponisten Sergej Newski. Für Musik sorgt
die russisch-deutsche Musikgruppe „Apparatschick“.
(Mehr über die Sendung)
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| Russland-Deutschland:
Klischee ./. Wahrheit |
20.11.2003 Bayerischer Bahnhof Leipzig
Die Weihnachtszeit naht. So mancher besinnt sich auf seinen
Glauben und betritt nach elfmonatiger Pause wieder einen Kirchenraum,
oft auch wegen des christlichen Liedgutes der Schneeflockenzeit.
Vermag die Kirchenmusik der zunehmenden Säkularisierung
entgegen zu wirken oder ist sie nur erbauliches Beiwerk im Kirchenalltag?
Was ist aus der Bedeutung der Kirche geworden, die sie zu Zeiten
hatte, als sie im Osten Deutschlands noch einen Freiraum für
ausgegrenzte Musiker bot? Kann die Musica Sacra im Spannungsfeld
zwischen traditionellem Repertoire und erneuerten Formen die
christliche Botschaft im Gottesdienst nachhaltig vermitteln?
Über diese und andere Fragen diskutieren live in der
Schalterhalle des Bayerischen Bahnhofes die Moderatoren Theo
Geißler und Frank Kämpfer mit dem Leipziger Thomaskantor
Georg Christoph Biller, dem Nürnberger Organisten Werner
Jacob und dem ehemaligen Superintendenten der Stadt Leipzig,
Friedrich Magirius. Für Musik sorgen David Timm am Piano
und Reiko Brockelt am Saxophon. (Mehr
über die Sendung, Real-Audio-Archiv)
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