Donnerstag, 27. Oktober, 19.00 - 22.00 Uhr
Goethe-Forum, München
Eigentlich begann der Zerfall des Ostblocks vor genau
25 Jahren, im Sommer 1980, mit dem Streik der Danziger Werftarbeiter
und der Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc. Immerhin:
Dessen Galionsfigur Lech Walesa folgte 10 Jahre später
seinem einstigen Widersacher Jaruzelski als Präsident Polens.
Wer mag sich damals die weitere Entwicklung vorgestellt haben?
Das heute frischgebackene EU-Mitgliedsland Polen jedenfalls
erhielt von seinen Partnern im wirtschaftlichen Geiste recht
rasch das Prädikat „überraschend stabil".
Zum Dank dafür wandte sich die Regierung in Warschau prompt
und brüsk vom alten Europa ab und den Nordamerikanern zu.
Die alte Hegemonialmacht Sowjetunion und ihre jetzigen Nachfolge-Staaten
lösen inzwischen aggressivere Ablehnung aus als das einstige
deutsche Feindesland.
Wo sortiert sich der Jahrhunderte lang zwischen Ost und West
geschundene polnische Kulturraum ein in den bröckelnden
Prozess europäischer Gemeinsamkeiten? Wohin orientiert
es sich tatsächlich – auch in Kunst und Kultur? Und,
hat polnische Authentizität heute überhaupt noch eine
Chance?
In Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten
Krakau und Warschau
Mit freundlicher Unterstützung des Polnischen Kulturzentrums
München
Gäste: Dagmara Sosnowska, Dr. Stephan Wackwitz,
Anderzej Chlopecki, Piotr Buras
Musik: Motion Trio (Janusz Wojtarowicz, Pawel
Baranek, Marcin Galazyn)
Moderation: Theo
Geißler (Neue Musikzeitung), Frank
Kämpfer (Deutschlandfunk)