12. Oktober 2006, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum
Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik,
Kulinarik & Diskussion – und live auf Bayern4Klassik
(21.03 – 22.00 Uhr)
Partner: Bayern 4 Klassik, neue musikzeitung,
Schauspielhaus Salzburg
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Budapest und dem Ungarischen-Institut,
München
„Uns, die lang das Unglück schlug, schenke wieder
Freuden. Denn wir büßten hart genug, Schuld für
alle Zeiten…." Schon die ersten Zeilen des 1823 von
Dichter Ferenc Kölcsey verfassten Himnusz klingen weitaus
weniger nationalistisch als in anderen Nationalhymnen Die Zeilen
drücken aus, wie sich das Volk Magyaren damals fühlte:
Seit Jahrhunderten zermahlen zwischen Großmächten
– den Türken auf der einen, den Habsburgern auf der
anderen Seite.
Doch im 20 Jahrhundert spielte diese sprachliche und kulturelle
„Insel" in Europa dann immer wieder Schlüsselrollen:
Der Aufstand von 1956 war ein erster Versuch, den Stalinismus
demokratisch zu überwinden; der spätere „Gulasch-Kommunismus"
eine pragmatische wirtschaftliche Annäherung an Westeuropa,
und das Durchschneiden des Grenzzauns zwischen Österreich
und Ungarn am 27. Juni 1989 nicht bloß der Anfang vom
Ende des Ostblocks, sondern zugleich der Aufbruch in die Europäische
Gemeinschaft.
Unser Themenabend fragt nach Befindlichkeiten gestern und heute,
nach Visionen für morgen – nach den Konditionen,
unter denen das Alltägliche zu leisten ist.
Es diskutieren:
Máté Mesterházi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
der Bibliothek der Liszt-Ferenc-Musikuniversität, Budapest;
Krisztián Ungváry, Historiker und Dora Maurer,
Professorin an der Universität für Bildende Kunst,
Budapest.
Moderation: Theo
Geißler (Neue Musikzeitung), Frank
Kämpfer (Deutschlandfunk)