26. April 2007, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum
Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik,
Kulinarik & Diskussion – und live auf Bayern4Klassik
(21.30– 22.30 Uhr)
Partner: Bayern 4 Klassik, neue musikzeitung,
Schauspielhaus Salzburg In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut
Sofia und dem Generalkonsulat der Republik Bulgarien in München.
Einst hatte Bulgarien die „Riviera des Ostblocks" sein
eigen: Am „Goldstrand" von Varna urlaubten Kolonnen
sozialistischer Arbeiter und durften Schwarzmeerluft schnuppern.
Für Westeuropäer ist der Ort heute ein touristischer
Geheimtipp. Wird er bald von Schnäppchen-Pauschalreisenden überrannt,
weil dort alles noch so preiswert aussieht? Weil sich das kulturelle
Erbe hier als besonders archaisch darstellt? Weil den Fremden
hier noch wirkliche Abenteuer erwarten?
Seit Anfang 2007 ist Bulgarien Mitglied der Europäischen
Union – und plötzlich ein politischer Faktor in
einer neu sortierten Region. Der Betritt forderte dem keineswegs üppig
blühenden Land politische und wirtschaftliche Höchstleistungen
ab – aus mitteleuropäischer Sicht nahm Sofia die
Hürde mit einiger Not. Für die knapp acht Millionen
Bulgaren bedeutet dies, einen Umgestaltungsprozeß zu
durchleben, der einen schroffen Sprung in digitale neoliberalistische
Welten bedeutet und bisherige Sinn- und Wertegefüge außer
Kraft setzt.
Es diskutieren:
Mirela Ivanova, Lyrikerin/Autorin;
Zdravka Andreeva, Journalistin beim Bulgarian National Radio
und Georgi Kapriev, Philosoph.
Musik: Vladimir Karparov (Saxophon) und
Martin Lubenov (Akkordeon)
Moderation: Theo
Geißler (Neue Musikzeitung), Frank
Kämpfer (Deutschlandfunk)