45 – „Musikland Polen – von Mazurka bis Metalmania“

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Mrz 172016
 
Flagge von Polen

Flagge von Polen

28.04.2016 – Goethe-Institut München (19:30 bis 22:00 Uhr)
Dialog der Kulturen: Ausgabe Nr. 45
Moderation: Eva Schrot, Theo Geißler
Redaktion: Meret Forster

Mit der neuen Folge unserer Reihe „contrapunkt – Dialog der Kulturen“ laden wir Sie ein, die aktuelle Musikszene Polens zu entdecken. Gleich zwei Ereignisse geben den Anlass, einen Blick in die Kulturlandschaft unseres Nachbarlandes zu werfen: Wrocław, ehemals Breslau, ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas. Zugleich wird im Juni 2016 das 25-jährige Jubiläum des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit gefeiert.

Vorgestellt werden Werke zeitgenössischer polnischer Komponistinnen und Komponisten. Im Anschluss an das Konzert diskutieren Georg Blochmann, Leiter des Goethe-Instituts Warschau, die Komponistin Jagoda Szmytka sowie der Komponist und Leiter des Festivals für zeitgenössische Musik „Warschauer Herbst, Tadeusz Wielecki, über die aktuelle Situation junger Musiker und Künstler in Polen. Vor welchen Herausforderungen stehen polnische Musiker und Künstlerinnen heute? Wo sehen sie Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten?

19.30 Uhr: KONZERT

Gośka Isphording (Cembalo/Sampler), Paul Hübner (Trompete), Steffen Ahrens (Gitarre), Caleb Salgado (Kontrabass). Präsentiert werden Werke von Hanna Kulenty, Zygmunt Krauze, Aleksander Tansman, Tadeusz Wielecki, Jagoda Szmytka und anderen.

21.00 Uhr: PODIUMSDISKUSSION (live auf BR-Klassik) mit:

  •  Jagoda Szmytka untersucht in ihren „sozialen Kompositionen “ interpersonelle Prozesse wie Kommunikation und Identität in Referenz zur gesellschaftlichen Dimension des Musik-Machens. Ihre „intertextuelle Musik“ ist geschrieben für „Augen, Ohren und Denken“ – Texte, Bilder und Klänge lassen Verbindungen zu Hoch- und Popkultur, Philosophie und Realität entstehen. Sie ist Gründerin und Leiterin der „PLAY – Plattform für Kunst- und Kulturinitiativen“ und des „ENTER – Collecthiefs“, das sich auf Aufführungen referenzieller Musik spezialisiert hat.
  • Georg Blochmann leitet seit 2012 das Goethe-Institut in Warschau. Er studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Germanistik. Im Jahr 2002 ging er für das Goethe-Institut als regionaler Koordinator für die Kulturprogramme der Region Südosteuropa nach Athen, 2006 übernahm er die Leitung des Goethe-Instituts Tel Aviv.
  • Tadeusz Wielecki ist Komponist und leitet seit 1999 das Festival „Warschauer Herbst“. Er studierte Kontrabass und Komposition, u.a. bei Isang Yun in West-Berlin. Wielecki setzt sich besonders für die Förderung der zeitgenössischen Musik in der musikalischen Ausbildung und im Schulunterreicht ein. Darüber hinaus beschäftigt er sich im Improvisationsensemble „The Mud Cavaliers“ mit Intuitiver Musik.

MODERATION: Theo Geissler (neue musikzeitung) und Eva Schrot (Goethe-Institut)

„contrapunkt“ ist eine Veranstaltungsreihe von BR-KLASSIK, Goethe-Institut und der neuen musikzeitung.
Kooperationspartner des Abends ist die Deutsch-Polnische Gesellschaft München e.V.

Eintritt frei

Goethe-Institut, Dachauer Straße 122, 80637 München
Verkehrsverbindungen: MVG-Buslinie 53 und den MVG-Straßenbahnlinien 12, 20 und 21, Haltestelle Leonrodplatz oder Goethe-Institut.

 

Die Reihe „contrapunkt – Dialog der Kulturen“ findet zweimal im Jahr statt und ist eine Kooperation zwischen dem Goethe-Institut, BR-KLASSIK und der neuen musikzeitung.
Jede Ausgabe widmet sich in einem Länderschwerpunkt den Musiktraditionen eines Gastlandes.

Vorschau: Die nächste Ausgabe von „contrapunkt – Dialog der Kulturen“ findet am
Donnerstag, dem 24.November 2016, statt und ist Mexiko gewidmet.

Podcast:

43 – Was hat die Welt mit mir gemacht?

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Mrz 242015
 
Was hat die Welt mit mir gemacht?

Was hat die Welt mit mir gemacht?

23.04.2015 – Goethe-Institut München
Dialog der Kulturen: Ausgabe Nr. 43
Moderation: Eva Schrot, Theo Geißler
Redaktion: Meret Forster

Über die Jahre hinweg haben wir uns in contrapunkt mit Ländern beschäftigt, indem wir mit Komponisten ins Gespräch gekommen sind, die dort leben oder dort gearbeitet haben. Für eine Sendung tanzen wir aus der Reihe, drehen den Spieß um und fragen Komponisten, die sich aus professionellen Gründen im Ausland aufgehalten haben, was diese Aufenthalte mit ihnen gemacht haben. Dabei hat das Tradition: Schon im 18. Jahrhundert schickten Regenten ihre Musiker ins Ausland, um so frischen Wind in die Musik am eigenen Hof zu bringen.

In heutiger Zeit freilich bekommt das noch eine ganz andere Wichtigkeit. Was wir in dieser Welt der Umbrüche mehr denn je brauchen ist ‚kulturelle Intelligenz‘, die Fähigkeit zum Nachvollziehen der Denkmuster und Zukunftsvisionen der anderen. Das gilt auch für die Kunst. Heute gibt es weltweit zahlreiche Residenzen – von der Villa Massimo in Rom bis zur Villa Kamogawa in Kyoto –, die regelmäßig Künstlern für einige Wochen oder Monate die Möglichkeit geben, sich mit ‚fremden Orten‘ auseinanderzusetzen, mit Kulturschaffenden in Austausch zu treten oder einfach nur an einem Ort des Rückzugs innezuhalten.

Mit welchen Erwartungen werden diese artist-in-residence Aufenthalte angetreten und inwieweit wirken sie bis in das kreative Schaffen hinein? Was tragen sie bei zu einem kulturellen Verständnis einer globalisierten Welt, in der das Fremde doch immer schon da ist?

Diesen Fragen wollen wir nachgehen und mit den geladenen Komponisten einen Blick werfen auf deren Aufenthalte in China, Japan, Griechenland, Kenia und der Ukraine.

Konzert ab 19:30 Uhr:

Das ensemble oktopus für musik der moderne spielt Werke von Konstantia Gourzi, Johannes Schöllhorn und Sven Kacirek.
Mit dabei: Nils Mönkemeyer (Viola), William Youn (Klavier). Leitung: Konstantia Gourzi

Podiumsdiskussion ab 21.00 Uhr:

Mit den Komponisten Konstantia Gourzi, Sven Kacirek und Johannes Schöllhorn

Eintritt frei!

Das Goethe-Institut in der Dachauer Straße 122, ist erreichbar mit der MVG- Buslinie 53 und
den MVG-Straßenbahnlinien 12, 20 und 21, Haltestelle Leonrodplatz oder Goethe-Institut.

Podcast der Sendung

41 – Spanien: „Mehr als de Falla und Flamenco“

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Apr 282014
 
Flagge Spaniens

Flagge Spaniens

15.05.2014 – Goethe-Institut München
Dialog der Kulturen: Ausgabe Nr. 41
Moderation: Eva Schrot, Theo Geißler
Redaktion: Meret Forster

Spanien hat sehr wechselhafte Erfahrungen mit der EU gemacht: Einerseits löste der EU-Beitritt zum 1.1.1986 einen ungeheuren Innovationsschub aus, in der Kultur, aber auch im Aufbau einer tragfähigen Infrastruktur des Landes. Andererseits lag darin letztlich auch der Auslöser dafür, dass das Land um 2010 in eine Finanzkrise geriet. Wie viele Länder Europas hat die viertgrößten Volkswirtschaft der EU schwierige Jahre hinter sich. Eine geplatzte Immobilienblase und Fehlinvestitionen haben ihre Spuren hinterlassen. Auch für den Kultursektor ist zu hoffen, dass sich das Land nach den starken Budgetkürzungen der letzten Jahre wieder erholen wird. Nicht nur die kleinen Akteure waren betroffen auch die Leuchttürme wie das Museo del Prado und das Madrider Opernhaus Teatro Real, das 2010-2013 von Gerard Mortier geleitet wurde, der im März dieses Jahres verstarb. Sein Rauswurf in Madrid im September letzten Jahres hat auch zu Protestnoten deutscher Regisseure wie Thomas Oberender (Berliner Festspiele), Matthias Lilienthal (ab 2015/16 Münchner Kammerspiele), Nikolaus Bachler (Bayerische Staatsoper) und anderen geführt.

‚contrapunkt‘ wirft einen Blick in die aktuelle und komplexe Kulturlandschaft Spaniens. Zu dieser Komplexität gehört auch, dass die Banken, die entscheidend zur Eurokrise der letzten Jahre beigetragen haben, zugleich diejenigen sind, die für Spaniens Kultur einstehen. Eine besondere Gesetzgebung hatte dazu geführt, dass Banken aus Investitionen in Kultur Vergünstigungen zogen. Das zeigte Wirkung. – Aber nach der Krise ist nicht vor der Krise. Wo stehen wir? Das wollen wir diskutieren.

Ort

Goethe-Institut, Zentralverwaltung, Hilmar-Hoffmann Saal, Dachauer Strasse 122.
Live im Bayerischen Rundfunk auf BR-Klassik (21:05 – 22:00 Uhr)
In Zusammenarbeit mit der neuen musikzeitung und dem Instituto Cervantes in München.

LIVE MUSIK ab 19.30 Uhr

Musiker (Ema Alexeeva (Geige), David Apellániz (Cello), Alberto Rosado (Klavier)) des PluralEnsemble aus Madrid präsentieren Werke von Joaquín Turina, Manuel de Falla und Fabián Panisello.

Gäste:

  • Elena Mendoza, Komponistin
  • Paul Ingendaay, Autor
  • Fabián Panisello, Komponist

Podcast der Sendung:

40 – Niederlande: Innovation in der Krise?

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Okt 072013
 
Flagge der Niederlande

Flagge der Niederlande

24.10.2013 – Goethe-Institut München
Dialog der Kulturen: Ausgabe Nr. 40
Moderation: Eva Schrot, Theo Geißler
Redaktion: Meret Forster

Die Niederlande sind für uns Deutsche ein vertrauter Nachbar. Man mag sich und weiß doch um gewisse Mentalitätsunterschiede, weiß auch, wie man sich zu den gegenseitig gepflegten Stereotypen verhält. Immer wieder faszinierend ist die Fähigkeit der Niederländer, Altes und Neues mühelos miteinander zu kombinieren. Amsterdam feiert gerade das 400-jährige Jubiläum des Grachtengürtels und überrascht durch erstaunlich unkonventionelle Bauten, wie erst jüngst durch architektonische Experimente zu Wasser und zu Lande. Auf der anderen Seite sehen sich die Niederlande mit Themen konfrontiert, die auch uns beschäftigen: die Eurokrise und die damit verbundene Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Im Kulturbereich geht damit eine sorgfältige Prüfung von Seiten des Staates einher, was denn nun mit staatlichen Mitteln zu fördern sei und was nicht. Dabei treffen diese Sparmaßnahmen in den Niederlanden auf eine bedeutende Orchester- und Ensemblekultur.

Willkommene Gelegenheit also, mit unseren Gästen diesen Fragen nachzugehen, und auch zu sehen, wie andere Länder mit der für uns alle schwierigen Situation umgehen.

Ein Abend im Goethe-Institut mit Konzert und Diskussion ab 19:30 – und live im Bayerischen Rundfunk auf BR -KLASSIK (21:03 – 22:00 Uhr).

Gäste & Live-Musik:

  • Barbara Honrath (Leiterin des Goethe-Instituts Niederlande);
  • Kees Vlaardingerbroek (Dutch Radio Classical Concerts Barbara Honrath);
  • Jochem Valkenburg (Holland-Festival Amsterdam)
  •  Live-Musik: Das DoelenKwartet spielt Werke von Henk Badings, Patrick van Deurzen und Hans Erich Apostel

Podcast der Sendung

Die Sendung in Teilen

Begrüßung der Zuhörer
Eva Schrot und Theo Geißler

Geschichte und Mentalität der Niederländer
Beitrag von Kerstin Schweighöfer

Vorstellung der Gäste
Kees Vlaardingerbroek, Barbara Honrath und Jochem Valkenburg

Live-Musik mit dem DoelenKwartet
Henk Badings: Zweites Streichquartett (1936)

Erste Diskussionsrunde
Kürzungen +++ Proteste +++ Öffentlicher Diskurs +++ Zeitgeist

Live-Musik mit dem DoelenKwartet
Patrick van Deurzen:  „Seven“ (2004 – 2009): Erstes Streichquartett, Zweiter Satz „The essence of war is violence“

Zweite Diskussionsrunde
Wege aus der Krise +++ Neue Business-Modelle +++ Pragmatismus +++ Neues Publikum +++ Trinken und Hören +++ Das Verschwinden +++ „Leuchttürme in der Wüste“

Live-Musik mit dem DoelenKwartet
Hans Erich Apostel: Streichquartett No.1 op. 7 (1935), Vierter Satz „Largo Assai“

38 – Russland: Zwischen Pragmatismus und Protest

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Okt 312012
 
Flagge Russlands

Flagge Russlands

29.11.2012 – Goethe-Forum München
Dialog der Kulturen: Ausgabe Nr. 38
Moderation: Eva Schrot, Theo Geißler
Redaktion: Meret Forster

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (18:30 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live im Bayerischen Rundfunk auf BR -KASSIK (21:03 – 22:00 Uhr)

Der Blick von außen auf Russland ergibt immer noch ein ambivalentes Bild. Einerseits ist Russland zurück auf der Weltbühne als eine der gestaltenden Mächte und überrascht im nationalen Pavillon auf der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig durch einen erstaunlich offenen Umgang mit der eigenen stalinistischen Vergangenheit.

Zum anderen gibt es Ereignisse, wie jüngst den Umgang mit den regierungskritischen Aktivistinnen von Pussy Riot, die aus unserer Perspektive nicht verständlich sind. Russlands Transformationsprozess ist komplex und auf Grund seiner historischen Widerstände beispiellos. Welches sind die Faktoren, die die aktuelle Kultur maßgeblich prägen? Welche Rolle spielen Künstler und Intellektuelle in der heutigen russischen Gesellschaft?

Das Deutschlandjahr in Russland 2012/13 gab Anlass, eine erste umfassende Werkschau von Joseph Beuys in Russland zu zeigen – welche Rolle spielt eigentlich die aus dem Ausland kommende Kultur in diesem Prozess?

Über diese Fragen werden wir fokussierend auf den Bereich Musik, Musiktraditionen und die heutige Musikszene mit unseren Gästen sprechen.

Podiumsdiskussion mit:

Vladimir Tarnopolski (Komponist)
Dorothea Redepenning (Musikwissenschaftlerin)
Kerstin Holm (Journalistin)

FILM : Wie die Beatles den Kreml stürmten – (Regie: Leslie Woodhead, GB 2009, 60 min.)

Live-Musik:

Solisten des Ensembles „Studio für Neue Musik Moskau“ – Stanislav Malishev (Violine), Nikita Agafonov (Klarinette), Mona Haba (Klavier)

Die Sendung nachhören:

Der Podcast

In einzelnen Teilen:

Begrüßung der Zuhörer und Einführung ins Thema

 

ARD-Korrespondentin aus Moskau 
Christina Nagel zur Situation der Kunst und Musik

Gäste: Vladimir Tarnopolski, Dorothea Redepenning und Kerstin Holm.
Musik, Gefahr und Langeweile. Der Flüstern der Verbände …

Live-Musik: Galina Iwanowna Ustwolskaja: Trio für Violine, Klarinette und Klavier, Schlußsatz
Solisten des Ensembles „Studio für Neue Musik Moskau“ – Stanislav Malishev (Violine), Nikita Agafonov (Klarinette), Mona Haba (Klavier)

Diskussionsrunde 1
Entwicklung der russischen Musik seit 1991 – Wenn das Brain drained – Wenn die Zeit über die Ufer tritt – Kunst und Medizin für die Gesellschaft –

Live-Musik: Alexei Sjumak – Clair für Klarinette solo

Diskussionsrunde 2
Hinter den Kulissen – Inseln – Wurzeln schlagen – Freie Szenen – Wo gehts hin

Live-Musik: Georgiy Dorokhov  – „Under Construction“  (2007) für Violine und Klavier

 

37 – „Quo vadis, Hungaria ? – Ungarn unter Spannung“

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Apr 202012
 
Flagge von Ungarn

Flagge von Ungarn

10.05.2012 – Goethe-Forum München
Dialog der Kulturen: Ausgabe Nr. 37
Moderation: Eva Schrot, Theo Geißler
Redaktion: Meret Forster

Ungarn befindet sich in einem rasanten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Frustriert durch die desolate Wirtschaftslage wurden bei den letzten Wahlen alle Hoffnungen auf die rechtskonservative Regierung von Viktor Orbán gesetzt. Doch die wirtschaftliche Gesundung lässt auf sich warten, der Forint erreichte in diesem Jahr ein neues Rekordtief und das Land ist von einer Zahlungsunfähigkeit nicht weit entfernt.

Ungarn benötigt die Hilfe der EU. Doch diese zeigt sich irritiert anlässlich Ungarns Verfassungsänderung und neuer Gesetze, die mit geltendem EU-Recht nicht mehr konform gehen. Das politische und kulturelle Klima verändert sich im Land von Liszt, Lehár und Ligeti. Liberale Kräfte werden zunehmend ausgegrenzt und immer mehr Schlüsselfunktionen im Kultur- und Medienbetrieb werden nach politischen und nicht mehr nach fachlichen Gesichtspunkten besetzt. Zahlreiche ungarische Künstler und Intellektuelle zeigen sich inzwischen kämpferisch und rufen zur Bewahrung der Grundrechte Europas auf.

Doch die Ungarn zeigen nach achtjähriger Zugehörigkeit auch eine gewisse Ernüchterung hinsichtlich ihrer EU-Mitgliedschaft. Was sind die Ursachen für diese Unzufriedenheit ? Wie konnte sich in dem Land, das Deutschland die Einheit und ganz Europa die Freiheit brachte, in den letzten beiden Jahren dieser demokratische Rückschritt vollziehen? Und wie ist die Situation speziell für Kultur und Medienschaffende ?
Über diese Fragen und wie immer auch über das Thema Musik, Musiktraditionen und die heutige Musikszene wollen wir mit unseren Gästen sprechen. Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (18.30 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live im Bayerischen Rundfunk auf BR-Klassik (21.03 – 22.00 Uhr)

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Budapest.

Gäste

  • Peter Eötvös, Komponist
  • Gabor Nemés, Journalist
  • Anna Lengyel, Dramaturgin
  • Live-Musik: Ensemble Muzsikás

Die Sendung zum Nachhören

Ablauf:

1. Begrüßung und Einführung ins Thema
Theo Geißler und Eva Schrot

2. Über die Situation berichtet …
Die BR-Korrespondentin

3. Vorstellung der Gäste
Anna Lengyel, Gabor Nemés, Peter Eötvös – Weltbürgerschaft

4. Live-Musik: Transdanubien
Ensemble Muzsikás

5. Erste Diskussionsrunde
Volkskunst, Verbindung und Isolation, Neue Mythen, Mythen um die Zigeuner, Schamanentanz vor der Krone, Musik von Peter Eötvös, Wenden, Vergangenheitsbewältigung, Ressentiments

6. Live-Musik: Das Lied des Schäfers und Dances …
Ensemble Muzsikás

7. Zweite Diskussionsrunde
Künstler beziehen Stellung, verlorene Zukunft, Sanktionen in Presse und Theater, Kultur wird abgeschafft, das Neo-Nazi-Theater, Blick in die Zukunft

8. Live-Musik: Dances of …
Ensemble Muzsikás

Apr 142011
 
Flagge von Griechenland

Flagge von Griechenland

14. April 2011 – Goethe-Forum, München
Moderation: Theo Geißler und Eva Schrot
Regie und Redaktion: Meret Forster

Vor einem Jahr erreichte der Streit über europäische und damit auch deutsche Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland seinen Höhepunkt und belastete, auch angesichts der Medienberichterstattung, zunehmend die politischen Beziehungen beider Länder.

Wie konnte es soweit kommen – zeigt sich hier vielleicht auch eine enttäuschte Liebe zur Wiege Europas und der Demokratie? Es handelt sich schließlich um eine Zuneigung, die viele Jahrhunderte zurückreicht. Goethe, Schiller und Hölderlin sahen ihr Idealbild in der griechischen Antike und schon Martin Luther war begeistert vom antiken Hellas. Aber das reale Griechenland und das philhellenisch-virtuelle sind zwei Welten, die nicht zueinander finden.

Heute leben ca. 370.000 Griechen in Deutschland, viele haben hier studiert oder eine Berufsausbildung absolviert. Fast eine Millionen Griechen, d. h. ein Zehntel der griechischen Bevölkerung, hat eine Zeit in Deutschland verbracht, viele kamen in den 60erJahren als Gastarbeiter zu uns. Und in keinem anderen Land nimmt das Goethe-Institut so viele Sprachprüfungen ab wie in Griechenland. Wie kommt das?

Über diese Fragen und wie immer auch über das Thema Musik, Musiktraditionen und die heutige Musikszene in Griechenland wollen wir mit unseren Gästen sprechen. Was lässt sich neben den gängigen Klischees von Alexis Sorbas, Sirtaki und Bouzouki noch entdecken?

Im Gespräch:

  • Minas Borboudakis, Komponist und Pianist,
  • Chryssoula Kambas, Germanistin und Soziologin,
  • Alexandros Stefanidis, Autor und Journalist

Live-Musik:

  • Jorgos Psirakis (Saxophon) und Konstantinos Athanasakos (Klavier)

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (18.30 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BR-Klassik (21.03 – 22.00 Uhr). In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Athen und der Palladion-Stiftung München.

Sendung nachhören:

Ablauf

3:07 (1) Einführung ins Thema
Begrüßung: Theo Geißler und Eva Schrot stellen das Thema vor.

3:53 (2) Bericht „Griechenland“
ARD-Korresponsdent Steffen Wurzel aus Istanbul über Griechenland.

14:46 (3) Vorstellung der Gäste und Gespräch
Begrüßung der Gäste: Chryssoula Kambas, Alexandros Stefanidis, Minas Borboudakis.

3:15 (4) Live-Musik: Jorgos Psirakis und Konstantinos Athanasakos
Manos Hadjidakis: Perimbanou

16:44 (5) Diskussion I

4:59 (6) Live-Musik: Jorgos Psirakis und Konstantinos Athanasakos
Manos Hadjidakis: Nocturne

9:15 (7) Diskussion II

1:55 (8) Live-Musik: Jorgos Psirakis und Konstantinos Athanasakos
Manos Hadjidakis: Grand Sousta

Mai 272010
 
Flagge Finnland

Flagge Finnland

27. Mai 2010 – München, Goethe-Forum
Moderation: Theo Geißler und Frank Kämpfer
Regie: Werner Bleisteiner / Redaktion: Meret Forster

Land der Mittsommer-Sonne, der tausend Seen und der Elche am Stadtrand, aber auch die Heimat von Nokia und der laut PISA im Lesen begabtesten Schüler.

In einem Programm mit Film (19.00 Uhr), Musik und Diskussion begeben sich die Gäste auf Spurensuche vor allem in der Musik.

Eine Kooperation vom Bayerischen Rundfunk und dem Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Finnischen Botschaft Berlin, dem Finnischen Honorarkonsul in München und dem Goethe-Institut Finnland.

Gäste:

  • Erik Söderblom, Leiter des Helsinki Festivals
  • Petra Linderoos, Bildungsexpertin
  • Hannes Saarinen, Professor für Geschichte an der Universität Helsinki und Experte für finnisch-deutsche Beziehungen.

Musik:

  • Gitarrist Kalle Kalima

Sendung nachhören:

Ablauf:

2:40 (1) Einführung ins Thema
Begrüßung: Theo Geißler und Frank Kämpfer stellen das Thema vor.

7:51 (2) Bericht „Finnland, die musikalische Supermacht?“
Jochem Wolff über Vorurteile und die Tatsachen

6:37 (3) Vorstellung der Gäste und Gespräch
Begrüßung der Gäste: Petra Linderoos, Hannes Saarinen, Erik Söderblom. Deutsche Sprache in Finnland – Typisch finnisch – Musikalität

17:32 (4) Diskussion
Ein musikalischer Impuls – kommunale Musikkindergärten – Musik in der Familie – Musikunterricht in der Schule – Professionelle Musikausbildung – Keine festes Gehalt für Komponisten – Popmusik

3:30 (5) Live-Musik: Kalle Kalima, Gitarre und Electronics
Ein Stück von seiner neuen CD

21:11 (6) Weitere Diskussionen
Die musikalische Identität der Finnen – Die Verrücktheit & der Trotz – Filmkultur – teilweise europäisch – Nationalismus & Stolz – Bildungsbewusstsein – Tango – Finnland intakt? – Wohlfahrtsstaat

1:12 (7) Live-Musik: Kalle Kalima, Gitarre
Ein weiteres Stück von seiner neuen CD

Okt 292009
 
Flagge Italien

Flagge Italien

29. Oktober 2009 – München, Goethe-Forum
Moderation: Theo Geißler und Frank Kämpfer
Regie: Werner Bleisteiner / Redaktion: Meret Forster

Italien werde im Vergleich zu anderen Ländern kulturell abstürzen, warnte der Dirigent Riccardo Muti schon 2005, als die damalige Regierung Berlusconi die Zuschüsse im Opernbereich um 20 Prozent kürzte. “Musik ist Nahrung für die Seele, ohne Kultur hat das Land keine Zukunft“, sagte der 64-Jährige. Im Juli 2009 protestierten hunderte Schauspieler, Musiker und Regisseure in Rom erneut gegen Kürzungen der Regierung Berlusconi im Kulturbereich. Die Kürzung von 130 Millionen Euro gefährde die Zukunft der Filmproduktion und vieler Theater, betonten die Demonstranten bei einer Kundgebung vor dem Regierungssitz.

Dem Protest schlossen sich namhafte Regisseure sowie der Dramaturg und Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo an. „Es ist skandalös, dass der Staat die Finanzierungen für Kultur und Forschung derart reduziert“, sagte Fo. Die Filmproduzenten drohten sogar mit einem Boykott des Filmfestivals von Venedig im September als Aktion gegen die Regierung Berlusconi. Diese hatte für dieses Jahr eine zusätzliche Finanzierung im Wert von 200 Mio Euro für Filmproduktionen versprochen, aber später einen Rückzieher gemacht.

Das kulturelle Klima in Italien schlägt um. Der Rückzug des Staates aus der Grundversorgung mit Bildung, Kunst und Kultur geht einher mit einem drastisch wachsenden Einfluss privater Medien auf Öffentlichkeit und Politik.

++contrapunkt++ fragt nach, wie sich im Land von Dante, Michelangelo, Verdi und Nono mündige Bürger dem Kulturverfall entgegen zu stemmen versuchen. Welche Spielräume, welche Gegenentwürfe gibt es? Wie steht es um den italienisch-deutschen Kulturaustausch? Und wie steht es im Land des Belcanto eigentlich jenseits der politischen Kapriolen um die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Musik ?

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BayernKlassik (21.03 – 22.00 Uhr). In Zusammenarbeit mit BR-Klassik, der neuen musikzeitung und dem Circolo Cento Fiori e.V., München.

Es diskutieren:

  • Friederike Hausmann, Historikerin und Autorin
  • Petra Reski, Journalistin und Schriftstellerin
  • Luca Lombardi, Komponist und Schriftsteller

Live-Musik:

  • Fabio Romano, Piano

Die ganze Sendung nachhören:

Ablauf:

1:58 (1) Einführung ins Thema
Begrüßung: Theo Geißler und Frank Kämpfer stellen das Thema vor.

3:29 (2) Bericht „was ist los in Italien?“
Stimmen zur Situation von ARD-Korrespondent Gregor Hoppe

22:11 (3) Vorstellung der Gäste und Gespräch
Begrüßung der Gäste: Petra Reski, Luca Lombardi und Friederike Hausmann. Das widersprüchliche Land. Manipulite und anderes und auch über Europa. Und außerdem über Schwarzmalerei.

7:52 (4) Live-Musik: Fabio Romano, Piano
Luca Lombardi: Otto Saluti (Acht Grüße) – Ausschnitt

18:06 (5) Weitere Diskussionen
Die eigene Tradition – Engagement und Idylle – Resignation und Glück – Kulturszenen in Italien – Mafia – Apo in Italien – das Internet

2:49 (6) Live-Musik: Fabio Romano, Piano
Historische Musik und Stationsansage

30 – Aserbaidschan – ein „Land des Feuers“

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Okt 302008
 
Azerbaijan - Flagge

Azerbaijan - Flagge

30. Oktober 2008 – München, Goethe-Forum
Moderation: Theo Geißler und Frank Kämpfer
Regie: Werner Bleisteiner – Recherche: Eva Schrot – Redaktion: Wolf Loeckle

Aserbaidschan ist ein „Land des Feuers“ – wie der Landesname übersetzt lautet. Schon seit dem Mittelalter wird hier Erdöl gefördert und gehandelt. Seit 17 Jahren ist Aserbaidschan selbständig und unternimmt Schritte in Richtung Demokratie und in Richtung Europa. Nach dem Zerfall der Sowjetunion ist der Südkaukasus zu einem Spielball Russlands und der USA geworden, und der russisch-georgische Konflikt rückt die Region derzeit ins Visier der Weltpolitik. Dabei geht es um die Sicherung von Transportwegen für Militär, Öl und Gas. Die Vielfalt und der Facettenreichtum des Lebens vor Ort ist hierzulande hingegen nur wenig bekannt. Gelegen zwischen den großen Imperien Russland, Persien und dem Osmanischem Reich, hat Aserbaidschan im 20. Jahrhundert nach eigenen Wegen gesucht, um sich wirtschaftlich und kulturell zu entwickeln. Mit einem Kulturjahr in Deutschland präsentiert sich das Land am Kaspischen Meer derzeit erstmals sehr umfassend in Mitteleuropa.

Unser „contrapunkt“- Abend begibt sich auf Spurensuche und fragt nach Musik, Kultur und Gesellschaft, nach Traditionen und Alltag in einem islamisch geprägten Land auf dem Weg in die Demokratie.

Es diskutieren:

  • Prof. Eva Maria Auch, Historikerin
  • Khadija Zeynalova, Komponistin und Musikwissenschaftlerin,
  • Ingo Petz, Autor und Journalist

Musik: Mugam-Trio

  • Arsu Aliyeva – Chanende
  • Hasanov Rüfat -Tar
  • Mehri Asadullayeva – Kamantscha

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf Bayern4Klassik (21.03 – 22.00 Uhr). Partner: Bayern 4 Klassik, neue musikzeitung, Schauspielhaus Salzburg und das Koordinationszentrum für Aserbaidschaner in Deutschland.

Sendung nachhören

Ablauf

2:27 (1) Einführung ins Thema
Begrüßung: Theo Geißler und Frank Kämpfer stellen das Thema vor.

3:37 (2) Bericht
Zur aktuellen Situation vor Ort berichtet Moskau-Korrespondent Stephan Laack

20:57 (3) Erste Diskussionen
Begrüßung der Gäste: Ingo Petz, Khadija Zeynalova und Eva Maria Auch und Diskussion: Tradition und Moderne – Eine Schere – Brüche

6:21 (4) Live-Musik: Mugam-Trio

21:25 (5) Weitere Diskussionen
Die Musik in Aserbaidschan. Mugam-Musik – Europa-Orient – Jazz – Öffnung steht noch aus – Ethno-Nationalismus – Türkei-Iran-USA – Transformationen einer Gesellschaft – Vielfalt der Kulturen – Theorie und Praxis

1:53 (7) Live-Musik: Mugam-Trio
und Stationsansage