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Contrapunkt-Details:
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Moderation:
   Theo Geißler
   Frank Kämpfer

Redaktion:
    Wolf Loeckle
    Meret Forster

Recherche und Regie:
   Werner Bleisteiner
   Eva Schroth

Veranstaltungsorte:
   Goethe-Forum, München
   Schauspielhaus Salzburg

Empfang:
   BRKlassik (UKW, ADR)

In Kooperation mit: 
   Goethe-Forum München,
   neue musikzeitung Regensburg,
   Schauspielhaus Salzburg

Webbetreuung:
    Martin Hufner
    ConBrio Verlagsgesellschaft

contrapunkt 32
Seifenopern statt engagierter Kultur– Italienische Entwicklungen

29. Oktober 2009, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BayernKlassik (21.03 – 22.00 Uhr)

In Zusammenarbeit mit BR-Klassik, der neuen musikzeitung und dem Circolo Cento Fiori e.V., München.

Italien werde im Vergleich zu anderen Ländern kulturell abstürzen, warnte der Dirigent Riccardo Muti schon 2005, als die damalige Regierung Berlusconi die Zuschüsse im Opernbereich um 20 Prozent kürzte. “Musik ist Nahrung für die Seele, ohne Kultur hat das Land keine Zukunft“, sagte der 64-Jährige. Im Juli 2009 protestierten hunderte Schauspieler, Musiker und Regisseure in Rom erneut gegen Kürzungen der Regierung Berlusconi im Kulturbereich. Die Kürzung von 130 Millionen Euro gefährde die Zukunft der Filmproduktion und vieler Theater, betonten die Demonstranten bei einer Kundgebung vor dem Regierungssitz.

Dem Protest schlossen sich namhafte Regisseure sowie der Dramaturg und Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo an. "Es ist skandalös, dass der Staat die Finanzierungen für Kultur und Forschung derart reduziert", sagte Fo. Die Filmproduzenten drohten sogar mit einem Boykott des Filmfestivals von Venedig im September als Aktion gegen die Regierung Berlusconi. Diese hatte für dieses Jahr eine zusätzliche Finanzierung im Wert von 200 Mio Euro für Filmproduktionen versprochen, aber später einen Rückzieher gemacht.

Das kulturelle Klima in Italien schlägt um. Der Rückzug des Staates aus der Grundversorgung mit Bildung, Kunst und Kultur geht einher mit einem drastisch wachsenden Einfluss privater Medien auf Öffentlichkeit und Politik.

++contrapunkt++ fragt nach, wie sich im Land von Dante, Michelangelo, Verdi und Nono mündige Bürger dem Kulturverfall entgegen zu stemmen versuchen. Welche Spielräume, welche Gegenentwürfe gibt es? Wie steht es um den italienisch-deutschen Kulturaustausch? Und wie steht es im Land des Belcanto eigentlich jenseits der politischen Kapriolen um die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Musik ?

Es diskutieren: Friederike Hausmann, Historikerin und Autorin
Petra Reski, Journalistin und Schriftstellerin
Luca Lombardi, Komponist und Schriftsteller

Live-Musik: Fabio Romano, Piano

Moderation: Theo Geißler (Neue Musikzeitung), Frank Kämpfer (Deutschlandfunk)

 

 

Die Sendung als Podcast


56 Min.

(1-6) Die gesamte Sendung auch als Real-Audio-File zu hören. Hier sind die einzelnen Teile nacheinander angeordnet, so dass man die komplette Sendung auf einen Rutsch hören kann.

1:58

(1) Einführung ins Thema
Begrüßung: Theo Geißler und Frank Kämpfer stellen das Thema vor.

3:29

(2) Bericht „was ist los in Italien?“
Stimmen zur Situation von ARD-Korrespondent Gregor Hoppe

22:11

(3) Vorstellung der Gäste und Gespräch
Begrüßung der Gäste: Petra Reski, Luca Lombardi und Friederike Hausmann. Das widersprüchliche Land. Manipulite und anderes und auch über Europa. Und außerdem über Schwarzmalerei.

7:52

(4) Live-Musik: Fabio Romano, Piano
Luca Lombardi: Otto Saluti (Acht Grüße)Ausschnitt

18:06

(5) Weitere Diskussionen
Die eigene Tradition – Engagement und Idylle – Resignation und Glück – Kulturszenen in Italien – Mafia – Apo in Italien – das Internet

2:49

(6) Live-Musik: Fabio Romano, Piano
Historische Musik und Stationsansage

 

 

 
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