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Contrapunkt-Details:
   Audio-Archiv 2002
   Audio-Archiv 2003
   Audio-Archiv 2004-11

Moderation:
   Theo Geißler
   Eva Schrot

Redaktion:
    Wolf Loeckle
    Meret Forster

Recherche und Regie:
   Werner Bleisteiner

Veranstaltungsorte:
   Goethe-Forum, München
   Schauspielhaus Salzburg

Empfang:
   BR-Klassik (UKW, ADR)

In Kooperation mit: 
   Goethe-Forum München,
   neue musikzeitung Regensburg,
   Schauspielhaus Salzburg

Webbetreuung:
    Martin Hufner
    ConBrio Verlagsgesellschaft

Albanien-Übersetzungskanäle  (Foto: Martin Hufner)

Jetzt online: 14.4.2011
Goethe-Forum München
Griechenland

Auch online:
24. November 2011
Goethe-Forum München
Indien

++ contrapunkt ++
Dialog der Kulturen

Dass in Deutschland zusammenwachsen sollte, was zusammengehöre, war ein hübsches Konzept auf der modernen Schreibtischplatte. Die Plattenbauten und andere Plattitüden sorgten dafür, dass dem unmodernen Faktor »historische Zeit« keine Zeit gegeben wurde. Die Probleme sind nicht nur aktuelle. ++contrapunkt++, ursprünglich eine Koproduktion des Bayerischen Rundfunks, des MDR und des Forums Goethe Institut, untersuchte in 18 Folgen die unterschiedlichen kulturpolitischen Entwicklungen im Deutschland der Vor-und der Nachwendezeit. Akteure und Persönlichkeiten aus Deutschland Ost wie Deutschland West dokumentierten in einem live gesendeten »westöstlichen Dialog« Geschichten des Zusammenwachsens mit den entsprechenden Musiken als Bindemittel.

Die Konzeption der Reihe wurde nach zwei Jahren erweitert und die Partner sind jetzt von internationalem Zuschnitt: Im Mittelpunkt steht das neue Europa, das nicht nur ein erweitertes »altes« sein will. Die Unterzeile »Europäischer Dialog« steht für den Anspruch, unsere Dialogfähigkeit unter Beweis zu stellen, und nicht dafür, im Konzert der europäischen Stimmen den Ton anzugeben. ++contrapunkt++ im europäischen Sterntalergewand fordert unsere neuen und alten Nachbarn dazu auf, Geschichten zu erzählen, über sich selbst und – warum nicht – aus ihrer Sicht auch über uns. Im ersten Jahr geht es unter kulturpolitischen Aspekten exemplarisch um die beiden neuen EU-Mitglieder Litauen und Polen, um ein (noch) ziemlich unbekanntes Stück Europa, nämlich Albanien, und um den Dialog zwischen einem alten und einem neuen Europa, das sich täglich auf unseren Straßen begegnet und vermischt.

Um diesen Prozess der Identitätsfindung liebevoll und (selbst)kritisch zu begleiten, lädt ++contrapunkt++ dreimal im Jahr zur direkten Begegnung mit europäischen, aber durchaus auch fremden Ansätzen kultureller Kreativität ein. Hören wir mit großen Augen der Livemusik, den Filmen oder der Literatur zu, die sich uns abwechselnd im Goethe-Forum München und in den theatralen Räumlichkeiten des Salzburger Schauspielhauses/Elisabethbühne darbieten.

Die jeweilige Landessprache ist dabei unverzichtbarer ++contrapunkt++ – nicht nur als musikalisches Element. Vermittler zwischen dem vermeintlich Fremden und dem unbekannten Vertrauten sind die Moderatoren Theo Geißler und Frank Kämpfer. [Wolf Loeckle]

Sie können dabei sein: Entweder live in Salzburg oder München, an ihrem Rundfunkgerät (UKW oder ADR), per Live-Real-Audio-Stream oder in unserem Ton-Archiv. (Jg.: 2002 / 2003 / 2004-2011)

 

November 2011

Podcast der SendungIndien –
Unendliche Möglichkeiten




24. November 2010, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BR-Klassik (21.03 – 22.00 Uhr)

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut/Max Mueller Bhavan New-Delhi und dem Indien-Institut, München.

Im vergangenen August ähnelten Bilder aus Indien denen vom „arabischen Frühling“: Großdemonstrationen gegen die Regierung in den Straßen der Metropolen. Man sprach bereits von Indiens zweitem Unabhängigkeitskampf – ausgelöst vom Hungerstreik eines Anti-Korruptions-Aktivisten.

Eine neue indische Mittelklasse, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat, fürchtet um ihren Status. Zorn über die Korruption treibt sie an. Ihnen ist bewusst, dass diese ein Land in vielen Bereichen wirtschaftlich und politisch zurückwerfen kann. Seit Beginn der 90er Jahre entwickelte sich die größte Demokratie der Welt zur drittgrößten Wirtschaftsmacht Asiens.

Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Indien findet noch bis Ende 2012 das Deutschlandjahr in Indien statt, das in sieben Metropolen Veranstaltungen aus Kultur, Bildung, Forschung, Wirtschaft und Politik präsentieren wird.

++ contrapunkt++ interessiert sich hier speziell für die Musikprojekte des Deutschlandjahres, wirft aber auch einen Blick auf die Musiktraditionen Indiens.++ Auch der bekannte Dichter Rabindrantath Tagore steht im Fokus, der erste außerhalb des westlichen Kulturkreises, der 1913 den Literaturnobelpreis erhielt und dessen 150. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.

Gäste:
Bernd Franke, Komponist
Debarati Guha, Journalistin
Hans Harder, Indologe

Live-Musik: Subroto Roy Chowdhury – Sitar Arup Sengupta – Tabla Herbert Lang - Mridangam / Kanjira Saikat Bhattacharya - Gesang

Moderation: Theo Geissler und Eva Schrot

Sendung hier nachhören mit mp3-Dateien

April 2011

Podcast der SendungGriechenland
Zwischen Ideal und Wirklichkeit




14. April 2011, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (18.30 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BR-Klassik (21.03 – 22.00 Uhr)

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Athen und der Palladion-Stiftung München

Vor einem Jahr erreichte der Streit über europäische und damit auch deutsche Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland seinen Höhepunkt und belastete, auch angesichts der Medienberichterstattung, zunehmend die politischen Beziehungen beider Länder.

Wie konnte es soweit kommen – zeigt sich hier vielleicht auch eine enttäuschte Liebe zur Wiege Europas und der Demokratie? Es handelt sich schließlich um eine Zuneigung, die viele Jahrhunderte zurückreicht. Goethe, Schiller und Hölderlin sahen ihr Idealbild in der griechischen Antike und schon Martin Luther war begeistert vom antiken Hellas. Aber das reale Griechenland und das philhellenisch-virtuelle sind zwei Welten, die nicht zueinander finden.

Heute leben ca. 370.000 Griechen in Deutschland, viele haben hier studiert oder eine Berufsausbildung absolviert. Fast eine Millionen Griechen, d. h. ein Zehntel der griechischen Bevölkerung, hat eine Zeit in Deutschland verbracht, viele kamen in den 60erJahren als Gastarbeiter zu uns. Und in keinem anderen Land nimmt das Goethe-Institut so viele Sprachprüfungen ab wie in Griechenland. Wie kommt das?

Über diese Fragen und wie immer auch über das Thema Musik, Musiktraditionen und die heutige Musikszene in Griechenland wollen wir mit unseren Gästen sprechen. Was lässt sich neben den gängigen Klischees von Alexis Sorbas, Sirtaki und Bouzouki noch entdecken?

Im Gespräch: Minas Borboudakis, Komponist und Pianist, Chryssoula Kambas, Germanistin und Soziologin, Alexandros Stefanidis, Autor und Journalist

Live-Musik: Jorgos Psirakis (Saxophon) und Konstantinos Athanasakos (Klavier)

Film: „Katharsis Now! - Kunst und Politik in Hellas“ (45 min, 2010), Regina Strassegger (Regie)

Moderation: Theo Geissler und Eva Schrot

Sendung hier nachhören mit mp3-Dateien

November 2010

Vietnam –
Zwischen Marx und Money




25. November 2010, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BRKlassik (21.03 – 22.00 Uhr)

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Vietnam.

Vietnam, ein Land vielfältiger Assoziationen. Für die einen tauchen nach wie vor Bilder des Krieges auf, die das politische Bewusstsein stark geprägt haben.

Für die nach 68 Geborenen stellt sich das Land ganz anders dar. Es zeigt sich eine junge Bevölkerung, voller Ambitionen nach wirtschaftlichem Aufschwung.

Der Wandel von Marx zu Money ist in vollem Gange. Mit Honda und Handy hat sich der Staat auf die Marktwirtschaft eingelassen. In den vergangenen Jahren hat sich Vietnam zu einer Exportnation entwickelt und den meisten seiner Nachbarn den Rang abgelaufen. Die Rohstoffe des Landes sind auf der ganzen Welt gefragt. Denn Vietnam verfügt über reiche Öl- und Gasvorkommen. Die Kehrseite der Medaille ist die große Schere zwischen Arm und Reich – wie ist das zu erklären in einem sozialistischen Land, das Gleichheit proklamiert?

90.000 Vietnamesen leben heute in Deutschland, sie gelten als die erfolgreichsten Zuwanderer – trotz schlechter Voraussetzungen, denn sie kamen als Flüchtlinge in den Westen oder als Vertragsarbeiter in die DDR. Lernen gilt viel in der Kultur Vietnams, daher schaffen die Hälfte aller Kinder vietnamesischer Zuwanderer den Sprung aufs Gymnasium und gelten dort oft als die besten ihres Jahrgangs.

Aus Anlass des 35jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen findet 2010 ein Veranstaltungsjahr „Deutschland in Vietnam“ mit einem vielfältigen Programm statt, das die ganze Bandbreite der bilateralen Beziehungen widerspiegelt.

++contrapunkt++ interessiert sich hier speziell für die Musikprojekte des Deutschlandjahres, wirft aber auch einen Blick auf die Musiktraditionen Vietnams.

Darüber hinaus möchten wir erfahren, welchen Herausforderungen das Land heute gegenübersteht – und welche Zukunft die junge Generation erwartet – sei es in Deutschland oder Vietnam.

Gäste: Jörg Wischermann, Giga Institut für Asien-Studien, Berlin; Bernhard Wulff, Hochschule für Musik, Freiburg; Minh-Khai Phan-Thi, Autorin, Moderatorin und Schauspielerin

Live-Musik: Huong Thanh und Jason Carter

Moderation: Theo Geissler und Eva Schrot

Sendung hier nachhören mit mp3-Dateien

Mai 2010

Finnland –
Waldgeister im Hightechland?




27. Mai 2010, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf BRKlassik (21.03 – 22.00 Uhr)

Eine Kooperation vom Bayerischen Rundfunk und dem Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Finnischen Botschaft Berlin, dem Finnischen Honorarkonsul in München und dem Goethe-Institut Finnland

Land der Mittsommer-Sonne, der tausend Seen und der Elche am Stadtrand, aber auch die Heimat von Nokia und der laut PISA im Lesen begabtesten Schüler.

In einem Programm mit Film (19.00 Uhr), Musik und Diskussion begeben sich die Gäste auf Spurensuche vor allem in der Musik. Erik Söderblom, Leiter des Helsinki Festivals wird zur Bedeutung und der Tradition der Musik in Finnland Auskunft geben. Bildungsexpertin Petra Linderoos wird sich mit der allgemeinen kultur- und gesellschaftspolitischen Situation und Bildung auseinandersetzen. Fragen zu Geschichte und Zeitgeschehen Finnlands wird Hannes Saarinen, Professor für Geschichte an der Universität Helsinki und Experte für finnisch-deutsche Beziehungen beantworten.

Die Moderation des Abends übernehmen Theo Geißler (neue musikzeitung) und Frank Kämpfer (Deutschlandfunk), für den musikalischen Part sorgt der Gitarrist Kalle Kalima. Die Podiumsdiskussion wird live auf BR-Klassik übertragen (21.03 – 22 Uhr).

Sendung hier nachhören mit mp3-Dateien

Oktober 2009

Seifenopern statt engagierter Kultur– Italienische Entwicklungen




29. Oktober 2009, ab 19.00 Uhr
München, Goethe-Forum

Ein Themenabend im Goethe-Forum mit Film (19.00 Uhr), Musik, Kulinarik & Diskussion – und live auf Bayern4Klassik (21.03 – 22.00 Uhr)

In Zusammenarbeit mit BR-Klassik, der neuen musikzeitung und dem Circolo Cento Fiori e.V., München.

Italien werde im Vergleich zu anderen Ländern kulturell abstürzen, warnte der Dirigent Riccardo Muti schon 2005, als die damalige Regierung Berlusconi die Zuschüsse im Opernbereich um 20 Prozent kürzte. “Musik ist Nahrung für die Seele, ohne Kultur hat das Land keine Zukunft“, sagte der 64-Jährige. Im Juli 2009 protestierten hunderte Schauspieler, Musiker und Regisseure in Rom erneut gegen Kürzungen der Regierung Berlusconi im Kulturbereich. Die Kürzung von 130 Millionen Euro gefährde die Zukunft der Filmproduktion und vieler Theater, betonten die Demonstranten bei einer Kundgebung vor dem Regierungssitz.

Dem Protest schlossen sich namhafte Regisseure sowie der Dramaturg und Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo an. "Es ist skandalös, dass der Staat die Finanzierungen für Kultur und Forschung derart reduziert", sagte Fo. Die Filmproduzenten drohten sogar mit einem Boykott des Filmfestivals von Venedig im September als Aktion gegen die Regierung Berlusconi. Diese hatte für dieses Jahr eine zusätzliche Finanzierung im Wert von 200 Mio Euro für Filmproduktionen versprochen, aber später einen Rückzieher gemacht.

Das kulturelle Klima in Italien schlägt um. Der Rückzug des Staates aus der Grundversorgung mit Bildung, Kunst und Kultur geht einher mit einem drastisch wachsenden Einfluss privater Medien auf Öffentlichkeit und Politik.

++contrapunkt++ fragt nach, wie sich im Land von Dante, Michelangelo, Verdi und Nono mündige Bürger dem Kulturverfall entgegen zu stemmen versuchen. Welche Spielräume, welche Gegenentwürfe gibt es? Wie steht es um den italienisch-deutschen Kulturaustausch? Und wie steht es im Land des Belcanto eigentlich jenseits der politischen Kapriolen um die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Musik ?

Es diskutieren: Friederike Hausmann, Historikerin und Autorin
Petra Reski, Journalistin und Schriftstellerin
Luca Lombardi, Komponist und Schriftsteller

Live-Musik: Fabio Romano, Piano

Moderation: Theo Geißler (Neue Musikzeitung), Frank Kämpfer (Deutschlandfunk)

Sendung hier nachhören mit mp3-Dateien

Archiv

Jahrgang 2002

# 1 Wie zerrissen ist die Mitte?

# 2 Theaterlandschaften: Oase Ost ./. Wüste West?

# 3 Musikwirtschaft: staatsgesteuert ./. geldgelenkt

# 4 Protestmusik: Widerstand ./. Wohlstand

# 5 Musikerziehung: Kollektiv ./. Individuum

# 6 Biotop Weltmusik: Ideologietransport ./. Wertevermarktung

# 7 Musikland Deutschland: Hochkultur ./. Tiefkultur

# 8 Jazz: Free ./. Frei

# 9 Kindermusik: Pittiplatsch ./. Pumuckl

Jahrgang 2003

# 10 Musiksponsoring: Marktkultur ./. Plankultur

# 11 Musikkabarett: Heimlich ./. Unheimlich

# 12 Frauenmusik: Herd ./. Pult

# 13 68er-Musik: Einmarsch ./. Sit-In

# 14 Popmusik: Revolte ./. Mode

# 15 Weimarer Dreieck: Kraftfeld ./. Achse

# 16 Russland-Deutschland: Klischee ./. Wahrheit

# 17 Kirchenmusik: Andacht ./. Ohnmacht

# 18 Regionales Musiktheater: Sparzwang ./. Kulturauftrag

Jahrgang 2004 bis 2011

# 19 Litauen - Land der Mitte?

# 20 Keine Ahnung von Albanien

# 21 Slowakei – Wie slowakisch ist die Slowakei

# 22 Tschechien – Prager Brückenschläge

# 23 Rumänien – Vergessen am Rande Europas?

# 24 Polen – Warschauer Herbst im polnischen Frühling?

# 25 Türkei – Zu deutsch, um richtig türkisch zu sein?

# 26 Ungarn – Insel der (Un)Glückseligen

# 27 Bulgarien - Europas wilder weiter Südosten

# 28 Götterfunken -Neue Musik für Europa

# 29 Musikwelten aus Palästina

# 30 Aserbaidschan – ein „Land des Feuers“

# 31 Algerien – Zwischen Orient und Okzident

# 32 Italien – Seifenopern statt engagierter Kultur?

# 33 Finnland – Waldgeister im Hightechland

# 34 Vietnam - Zwischen Marx und Money

# 35 Griechenland - Zwischen Ideal und Wirklichkeit

# 36 Indien – Unendliche Möglichkeiten

 
 
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