38 – Russland: Zwischen Pragmatismus und Protest

Der Blick von außen auf Russland ergibt immer noch ein ambivalentes Bild. Welches sind die Faktoren, die die aktuelle Kultur maßgeblich prägen? Welche Rolle spielen Künstler und Intellektuelle in der heutigen russischen Gesellschaft? Live am 29.11.2012 im Goethe-Forum München und ab 21:03 auch auf BR-KLASSIK.

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16 – Russland – Deutschland. Klischee ./. Wahrheit

contrapunkt 16 - Das Podium
contrapunkt 16 - Das Podium

23. Oktober 2003 – Bayerischer Bahnhof Leipzig
Moderation: Theo Geißler & Frank Kämpfer
Regie: Bleisteiner/Lieberwirth – Redaktion: Wolf Loeckle

„Kalinka“, Iwan Rebrows Lieder und Tschaikowskijs „Schwanensee“ – ist das alles, was man in Deutschland über die russische Musikkultur weiß? Natürlich nicht. Aber diese Klischees sind es, die vielen zuerst in den Sinn kommen. Umgekehrt ist es ebenso. Den Russen fallen nicht Bach oder Beethoven ein, wenn sie an deutsche Musik denken, sondern „Rosamunde“ und andere Soldatenlieder, begleitet von  Klängen der Mundharmonika.

Alle Russen trinken Wodka und werfen die Gläser an die Wand  – alle Deutschen tragen Lederhosen und essen Eisbein mit Sauerkraut. Woher stammen die Klischees und wie entstehen sie? Sind sie ein Zeichen von Vorurteilen oder ein Ausdruck von Sympathie? Was bewirken Klischees in der Musik? Sind sie schädlich für die Beziehungen oder bringen sie die Menschen näher? (mehr …)

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13 – 68er-Musik : Einmarsch ./. Sit-In

1968 war nicht nur ein Höhepunkt der Studentenbewegung sondern auch der Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in Prag. In Ost und West suchte man nach einem Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Die einen saßen es aus, andere sahen zu und wieder andere machten Aktion. Das gespaltene Deutschland hat mit den Daten 1953 (Aufstand in Berlin), 1956 (Ungarn-Aufstand) verschiedene Erfahrungen gemacht. Hat sich 1989 das Verhalten von Machern und Aussitzern wiederholt und die Linke ins Büßerhemd – wie Lothar Baier es nannte – abdrängen lassen? Was wurde aus den musikalischen Intellektuellen? Aufstand, Zustand, Querstand, nachholende Revolution – was lässt sich aus der (musikalischen) Geschichte lernen?

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12 – Frauenmusik: Herd ./. Pult

Die Emanzipation der Frau in Ost uns West scheint in allen künstlerischen Bereichen abgeschlossen, die Gleichberechtigung vollzogen. Trotzdem existieren Vorurteile, deren Ursachen bis ins Mittelalter zurückreichen. Vorurteile prägen eine Rollenverteilung in allen gesellschaftlichen Systemen. Besonders in der Musik gab und gibt es immer wieder Phasen zwischen Anerkennung und Verleumdung weiblicher Kreativität.

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04 – Protestmusik: Widerstand ./. Wohlstand

Es ist alles so schön gemütlich geworden. Seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten regt sich kaum noch musikalischer Protest. Hatte man früher einmal musikalisch gegen den eigenen Staat rebelliert und sich musikalisch gegen die verschiedenen Sozialmodelle – Kapitalismus versus real existierender Sozialismus – bürgerrechtlich gewehrt, stehen nun die protestierenden Musiker offenbar im Abseits. Der Meckerer ist nicht mehr gesellschaftskompatibel.

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