37 – „Quo vadis, Hungaria ? – Ungarn unter Spannung“

Das politische und kulturelle Klima verändert sich im Land von Liszt, Lehár und Ligeti. Liberale Kräfte werden zunehmend ausgegrenzt . Zahlreiche ungarische Künstler und Intellektuelle zeigen sich inzwischen kämpferisch und rufen zur Bewahrung der Grundrechte Europas auf. Doch die Ungarn zeigen nach achtjähriger Zugehörigkeit auch eine gewisse Ernüchterung hinsichtlich ihrer EU-Mitgliedschaft. 10.05.2012 – Goethe-Forum München - ab 18:30 - Im Radio ab 21:03.

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27 – Bulgarien – Europas wilder weiter Südosten

Flagge von Bulgarien
Flagge von Bulgarien

26. April 2007  – München, Goethe-Forum
Moderation: Theo Geißler und Frank Kämpfer
Regie: Werner Bleisteiner – Recherche: Eva Schrot – Redaktion: Wolf Loeckle

Einst hatte Bulgarien die „Riviera des Ostblocks“ sein eigen: Am „Goldstrand“ von Varna urlaubten Kolonnen sozialistischer Arbeiter und durften Schwarzmeerluft schnuppern. Für Westeuropäer ist der Ort heute ein touristischer Geheimtipp. Wird er bald von Schnäppchen-Pauschalreisenden überrannt, weil dort alles noch so preiswert aussieht? Weil sich das kulturelle Erbe hier als besonders archaisch darstellt? Weil den Fremden hier noch wirkliche Abenteuer erwarten?

Seit Anfang 2007 ist Bulgarien Mitglied der Europäischen Union – und plötzlich ein politischer Faktor in einer neu sortierten Region. Der Betritt forderte dem keineswegs üppig blühenden Land politische und wirtschaftliche Höchstleistungen ab – aus mitteleuropäischer Sicht nahm Sofia die Hürde mit einiger Not. Für die knapp acht Millionen Bulgaren bedeutet dies, einen Umgestaltungsprozeß zu durchleben, der einen schroffen Sprung in digitale neoliberalistische Welten bedeutet und bisherige Sinn- und Wertegefüge außer Kraft setzt. (mehr …)

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26 – Ungarn – Insel der (Un)Glückseligen

Im 20 Jahrhundert spielte diese sprachliche und kulturelle „Insel" in Europa dann immer wieder Schlüsselrollen: Der Aufstand von 1956 war ein erster Versuch, den Stalinismus demokratisch zu überwinden; der spätere „Gulasch-Kommunismus" eine pragmatische wirtschaftliche Annäherung an Westeuropa, und das Durchschneiden des Grenzzauns zwischen Österreich und Ungarn am 27. Juni 1989 nicht bloß der Anfang vom Ende des Ostblocks, sondern zugleich der Aufbruch in die Europäische Gemeinschaft.

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24 – Polen – Warschauer Herbst im polnischen Frühling?

Befindlichkeiten zwischen Polen und Deutschland. Wo sortiert sich der Jahrhunderte lang zwischen Ost und West geschundene polnische Kulturraum ein in den bröckelnden Prozess europäischer Gemeinsamkeiten? Wohin orientiert es sich tatsächlich – auch in Kunst und Kultur? Und, hat polnische Authentizität heute überhaupt noch eine Chance?

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22 – Tschechien. Prager Brückenschläge

Hinter dem Bayerischen Wald war einst der Eiserne Vorhang. Jetzt sind seit 15 Jahren die Grenzen nicht nur offen, sondern fast ganz verschwunden. Hüben und Drüben putzt man sich heraus, um gegenseitig den Beitritt Tschechiens in die Europäische Union in bare Münze zu verwandeln. Doch nach wie vor gibt es auch Ängste - nicht bloß wirtschaftlicher Natur. Auch kulturell haben 50 Jahre Kommunismus die Mauern in den Köpfen zementiert

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21 – Wie „slowakisch“ ist die Slowakei?

Seit einem halben Jahr nun ist die kleine Slowakei Mitglied in der EU. Wir reiben uns verwundert die Augen: Das einst so unscheinbare Land erscheint uns als “Europas Wirtschaftswunderland Nummer 1³: Niedrige Steuern, niedrige Löhne, hohe Produktivität – ein wahrhaftes Dorado für Investition und Profit. Doch ist das wirklich alles? Welcher kulturelle Hintergrund und welche Geschichte haben die Slowakei zu diesem neuen europäischen Musterland gemacht? Und: wie „slowakisch“ ist eigentlich die Slowakei?

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20 – Keine Ahnung von Albanien?

solange der gesamte Balkan nicht zur Ruhe kommt, stehen auch Albaniens Chancen für eine nachhaltige Entwicklung eher schlecht. Und so verwundert es auch nicht, dass Albanien von unserer Warte aus betrachtet auch kulturell als weißer Fleck erscheint. Doch eines hat das Ende des sozialistischen Regimes auf jeden Fall gebracht: Eine Wiederbelebung der Kulturszene. Mit spärlichen Mitteln sucht die Hauptstadt Tirana beispielsweise mit dem alljährlichen Festival „Tiraner Herbst“ Anschluss an die internationale Musikszene.

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16 – Russland – Deutschland. Klischee ./. Wahrheit

contrapunkt 16 - Das Podium
contrapunkt 16 - Das Podium

23. Oktober 2003 – Bayerischer Bahnhof Leipzig
Moderation: Theo Geißler & Frank Kämpfer
Regie: Bleisteiner/Lieberwirth – Redaktion: Wolf Loeckle

„Kalinka“, Iwan Rebrows Lieder und Tschaikowskijs „Schwanensee“ – ist das alles, was man in Deutschland über die russische Musikkultur weiß? Natürlich nicht. Aber diese Klischees sind es, die vielen zuerst in den Sinn kommen. Umgekehrt ist es ebenso. Den Russen fallen nicht Bach oder Beethoven ein, wenn sie an deutsche Musik denken, sondern „Rosamunde“ und andere Soldatenlieder, begleitet von  Klängen der Mundharmonika.

Alle Russen trinken Wodka und werfen die Gläser an die Wand  – alle Deutschen tragen Lederhosen und essen Eisbein mit Sauerkraut. Woher stammen die Klischees und wie entstehen sie? Sind sie ein Zeichen von Vorurteilen oder ein Ausdruck von Sympathie? Was bewirken Klischees in der Musik? Sind sie schädlich für die Beziehungen oder bringen sie die Menschen näher? (mehr …)

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